Der nächste Strandurlaub

Wer hat eigentlich nicht mitbekommen, dass wir als Überraschung Weihnachten bis Silvester zu Hause waren?
Die Entscheidung war mehr oder weniger spontan, und am 01.01. ging es auch schon weiter per Direktflug von Frankfurt nach St. Lucia in der Karibik. Hier sind wir also nun seit fast zwei Wochen bei meiner Tante Maria, die jetzt schon seit 14 Jahren hier leben darf und ein erfolgreiches Immobilienbüro (http://www.bluereefrealestate.com) leitet. Auf mehreren Tagesausflügen haben wir uns zusammen die schönsten Villen im Norden, aber auch die einheimischen Dörfer angeschaut. Wunderschöne Strände mit feinstem Sand und klarem Wasser gibt es an jeder Ecke.
Um etwas mobiler zu sein und nicht jedes mal die 4km zu unserem Lieblingsstrand laufen zu müssen, war unsere Idee einen Roller auszuleihen, so wie wir es schon in Thailand oder Indonesien gemacht hatten. Leider sind hier auf St. Lucia Roller nicht so beliebt wie in Asien und der einzige der hier Roller anbieten war völligst überteuert und sowieso ausgebucht.
Zum Glück hat Maria einige gute Kontakte und so hatte Sie uns nach einigen Telefonaten von ihren Freund Bob ein Auto besorgen können, welches er uns jetzt schon seit fünf Tagen zur Verfügung stellt.
Da Bob ein erfolgreicher Geschäftsmann aus Los Angeles ist, durften wir am Freitag auch mit auf sein gechartertes Partyboot und morgen gehts zum Hochseeangeln auf Marlin. Wir sind wirklich gespannt was uns erwartet.
Ansonsten ist das Leben hier auf der Insel wirklich sehr entspannend und es gibt viel zu entdecken.
Ein paar Bilder von der Insel gibt es hier!

Eine Bootsfahrt die ist lustig…

…eine Bootsfahrt die ist schön, wenn sie nicht acht Stunden lang geht. Ein Bretterverschlag ausgerüstet mit einem LKW-Motor, ein paar Sitzbänke für die Gäste und schon kanns losgehen. Von Darron haben wir erfahren, dass die Tour von Siem Reap nach Battambang ein einmaliges Erlebnis sein soll.
Menschen die minimalistisch auf dem Wasser vom Fischfang leben und eine beeindruckende Natur haben die acht Stunden schon verschönert und wieder wurde man einmal darauf aufmerksam gemacht, wie gut oder auch zu gut es uns eigentlich geht. Probleme die keine Probleme sind werden nichtig, wenn man sieht wie manche Menschen ihr leben verbringen müssen. Man kann jedoch auch meinen, dass sie sogar glücklicher sind, da sie gar nichts anderes kennen. Wenn man die kleinen Kinder nacktbadend und voller Freude schwimmen sieht. Sie einem winkend hinterherlaufen, scheint für sie die Welt vollkommen in Ordnung zu sein. Also einfach mal wieder mit dem zufrieden sein was man hat.
Das Fazit einer endlos scheinenden Fahrt, die wieder einmal ein wenig unser Leben positiv geprägt hat.
Die Bilder zu der Fahrt gibt es hier!

Euch allen FROHE WEIHNACHTEN und einen guten Ruscht ins neue Jahr wünschen euch Marius und Markus aus Bangkok!

Der Angkor Archäologische Park

Wenn man in Kambodscha ist und dazu auch noch in Siem Reap, dann sollte man auf jedenfall die Tempelanlagen anschauen. Auf jeden Fall auch den berühmten Angkor Wat. Ein Highlight soll es sein diesen bei Sonnenaufgang zu beobachten.
Wir buchten also die kleine Tour in der es verschiedene Tempelanlagen zu sehen geben sollte. Um natürlich auch das Sonnenaufgangspektakel mit zu erleben, standen wir um 4 Uhr auf und fuhren mit unserem Tuk Tuk Fahrer um halb fünf los Richtung Angkor Wat. Wie einst Indiana Jones stellten wir uns vor, werden wir die Anlagen ganz alleine erkunden. Was sich wahrscheinlich die fünfhundert anderen Touristen auch gedacht haben. Anscheinend schrecken nicht mal die $20 Eintritt ab. Völligst überlaufen standen also alle vor den Tempel und warteten auf die Sonne, um das beste Foto von allen zu knipsen. Kleine dreiste Chinesen drängelten sich bis nach vorne durch. Schmutzige kambodschanische Straßenkinder liefen durch die Maßen und versuchten verzweifelt Postkarten, Schlüsselanhänger oder sonstige Souvenirs an die Touristen zu verkaufen. One Dollar!
Unser Plan Angkor Wat früher zu verlassen, um bei den anderen Tempeln etwas mehr Ruhe zu haben, ging auf. Also zurück zum Tuk Tuk Fahrer und ab zum nächsten Tempel. Irgendwie mitten im Jungle fuhren wir einige verschiedene Tempel an die immer etwas anderes waren, aber doch irgendwie gleich. An jedem Tempel waren Essens- und Verkaufsstände und logischerweise wieder die Kinder mit ihren Souvenirs. Gut das wir diese Art von nervigen Asiaten schon gewohnt waren.
Unser Fahrer wartete jedes mal vor dem Tempel bis wir wieder kamen. Einige Tempel hatten soviele schmale Stufen bis nach oben, dass sich das Runterkommen noch schwieriger gestaltete als das Raufkommen. Eine wirklich beeindruckende Bauweise, wenn man bedenkt das dass alles im 11. Jahrhundert entstanden sein soll.
Nach etwa vier Stunden waren wir mit unserer Tour durch und es ging zurück zum Hotel.

zu den Bildern

Einmal Sydney und zurück

Samstag morgen nach einer völligst eskalierten Gartenparty wurden wir schon um sieben Uhr von der Mutter geweckt, weil die Möbelpacker kamen. Noch halb betrunken irrten wir durchs Haus und durch den Garten um das Ausmaß der Verwüstung genau beurteilen zu können. Überall leere Bierpullen, der eine schläft unterm Billardtisch, die andere im Garten auf den Rasen. Einige zerstörte Plastikgartenstühle und handelsübliche Flecken auf der ganzen Terasse, wo Jeremy der noch nicht eine Minute geschlafen hatte, schon fleißig am fegen war. Nicht wirklich effektiv, aber es sah immerhin so aus als ob er was tut. Wir fingen also auch an mit aufzuräumen.
Gegen Mittag und total verkatert machten wir uns dann mit der Bahn aus Camberwell auf Richtung City, um unser Auto abzuholen. Bei der vorletzten Station sind wir aus Sicherheitsgründen lieber ausgestiegen, da wir uns wohl sonst in der Bahn übergeben hätten. Den Rest also zu Fuß. Gut das wir uns in der Innenstadt auskennen.
Nichts geringeres als einen gold-organgen Nissan Micra hatte die Autovermietung für uns zur Verfügung gestellt. So das wir uns im Parkhaus vor lachen kaum noch einkriegten.
Bevor es also losging, deckten wir uns im ALDI noch mit Dosenfrass, Chips und Trinkwasser ein. Man weiß ja nie was auf den endlosen Straßen von Australien so passiert oder auch nicht.
Unser erstes Tagesziel hieß Bright und lag irgendwo in den Bergen auf dem Weg nach Sydney. Also Navi an und über die „Great Alpine Road“ ab nach Bright. Sind doch nur 300km dachten wir, die jedoch etwas länger dauern, wenn man maximal 110km/h fahren darf. Da fängt man erstmal wirklich an die deutsche Autobahn zu vermissen.
Nach also etwa fünf Stunden kamen wir in der Stadt an. Ohne vorher eine Unterkunft zu buchen, weil man das ja vor Ort machen kann, fuhren wir durch die Stadt und fragten in verschiedenen Motels oder Pubs nach einem Doppelzimmer. Alle ausgebucht oder zu teuer. Nach etwa fünf Runden durch die Stadt und schon langsam verzweifelt gingen wir erstmal zu Fuß weiter, auch kein Erfolg. Zurück ins Auto und irgendwie mit dem Gedanken nicht im Auto schlafen zu wollen, suchten wir weiter bis endlich ein Gebäude kam wo irgendwas mit Hostel drüber stand. Endlich eine Unterkunft. Wir waren wirklich sau müde nach der kurzen Nacht zuvor. Da Marius der Fahrer war, bin ich schnell reingesprungen und wollte nach nem freien Zimmer und Preis fragen. Eine ältere Dame im Kittel sah mich etwas verwirrt an und fragte wie sie mir weiter helfen könne. Nach meiner Frage sagte sie mir nur irritiert, dass dies ein Altenheim wäre. Lachend fuhren wir weiter. Um endlich schlafen zu können, bissen wir in den sauren Apfel und nahmen ein Zimmer für $95. Zum Abendbrot eine Tüte Chips und ab ins Bett den Schlaf nachholen. Zum Glück waren wir so müde, dass selbst die Live Musik aus dem Pub nebenan nicht mal mehr stören konnte.
Nach etwa zwölf Stunden Schlaf gab es zum Frühstück den mit gebrachten halben Liter Kakao und den Keks vom Zimmer. Weiter Richtung Sydney, nächster Stop sollte die Stadt Thredbo sein die auf ca. 1600m liegt. Man merkte das die Straßen schmaler wurden und es mehr und mehr bergauf ging. Einige Rennradfahrer quälten sich hier die Berge hoch. Eine wirklich schöne Landschaft, aber auch der Tank machte sich bemerkbar und Tankstellen sind in Australien wohl nicht an jeder Ecke so beliebt wie zu Hause. Mit so wirklich fast dem letzten Tropfen fuhren wir auf eine überteuerte Tankstelle und waren heil froh nicht liegen geblieben zu sein.
Als wir in Thredbo ankamen hatten wir einige Berg und Talfahrten hinter uns, aber mehr als eine verlassene Stadt und ein paar Sessellifte gab es nicht. Ganz klar ein Winterskiort. Weiter Richtung Sydney. Und endlich bekamen wir auch die ersten Känguruhs zu sehen. Jedoch lagen alle tot am Straßenrand und verwesten vor sich hin.
Apropos was ist eigentlich mit Essen oder ner Unterkunft? Aus dem Vortag nichts gelernt waren wir wieder unterwegs ohne ein Hostel zu buchen. Das Navi hatte eine tolle Funktion die einem Übernachtungungsmöglichkeiten in der Nähe anzeigte. Das nächstgelegene wurde eingegeben und sollte in Bundanoon abseits des Freeways liegen. Also runter von der „Autobahn“ und weiter über verlassene Landstraßen. Es wurde langsam dunkel und endlich bekamen wir auch die lebendigen Känguruhs auf einer Wiese zu Gesicht.
Als wir am Zielort laut Navi ankamen war logischerweise kein Motel zu sehen, sondern irgendwas verlassenes und nicht wirklich einladend. Zum Glück war die Straße weiter runter ein Hostel. Obwohl wir mit einem anderen Gast die einzigen waren, war es dennoch okay und wir kochten uns zum Abendessen die im ALDI gekauften Dosen Spaghetti Bolognese. Morgen also endlich in Sydney und um aus Fehlern gelernt zu haben, buchten wir schon mal ein Hostel für zwei Nächte.
Am nächsten morgen schon um 8 Uhr wach, gingen wir duschen und fuhren danach zuerst zur Tankstelle um nicht nochmal so ein Risiko ein zu gehen wie zuvor. Freundlicherweise gab es dort auch einen Mc Donalds zum frühstücken. Danch die Adresse ins Navi eingetippt und los. Komischerweise gab es die Straße zweimal in Sydney, aber wird schon richtig sein dachten wir und fuhren über den langweiligen Highway nach Sydney rein. Kurz vorm Ankunftsziel kurvten wir durch irgend ein Wohngebiet und es war uns mal wieder klar, dass dies definitiv die falsche Adresse war. Nach der neuen Zieleingabe waren es nur noch 35km zum Hostel. Dort angekommen hatten wir schon eine neue Aufgabe: Finde einen Freiparken Parkplatz in Sydney! Nach dem wir mindestens eine Stunde lang gesucht haben und das Parkhaus für $40 die Nacht nicht in Frage kam, haben wir im Hostel nochmal nachgefragt wo wir denn umsonst stehen bleiben dürfen. Ausgestattet mit einer Karte und einem Straßennamen hatten wir für unseren kleinen schwulen Autowagen einen kostenlosen Parkplatz gefunden. Da wir unsere Taschen schon im Hostel gebunkert hatten, konnten wir direkt los Richtung Stadt und Hafen. Die Oper muss man ja unbedingt gesehen haben, wenn man in Sydney ist. Nicht annähernd so schön wie man sie von Bildern kennt, machten wir trotzdem unsere Touristenfotos und liefen noch ein paar Meter Richtung Stadt.
Auf dem Weg zurück zum Hostel fiel uns auf das wir schon lange kein Bier mehr getrunken hatten. (Ja, es war erst Montag) und so gingen wir in den nächstgelegenen Pub, um dort Abendbrot zu essen und um zu kontrollieren, ob das Bier auch in Sydney schmeckt.
Passend zum schlechten Stadtteil Kings Cross in dem wir uns befanden, war auch das Hostel. Noch ohne Pläne für den nächsten morgen schliefen wir ein.
Wie so oft war die erste Tagesaufgabe ein gescheites Frühstück zu finden, wobei wir schon oft enttäuscht wurden. Dies dürfte diesmal nicht der Fall sein, denn ein Bäcker Namens „Lüneburger“ verkaufte belegte Brötchen und Kaffee. Unser Brötchen teilten wir mit einer wirklich sympathischen Taube.
Zurück im Hostel recherchierten wir was man so in Sydney machen konnte. Marius fand ein kostenloses maritimes Museum in der Nähe vom Bondi Beach. Also Screenshots von der Wegbeschreibung und auf gehts. Nach einer kurzen Bahnfahrt und mehreren Kilometern zu Fuß durch die Mittagshitze von Sydney standen wir irgendwo in einem Wohngebiet vor einem Wohnhaus welches definitiv nicht das Museum war. Wieder einmal hatten wir die falsche Adresse. Wir nahmen es mit Humor und suchten den Strand, der nicht weit entfernt sein konnte. Dort wurden wir immerhin mit einer schönen Küste und einem Beachwalk bis zum Bondi Beach belohnt. Abends hatten wir noch die Ehre einer persönlichen kleinen Stadtführung. Denn Judith aus Brakel (Hallo Judith), die zur Zeit in Sydney lebt und studiert, hat uns ein wenig herumgeführt und abends im Pub am Hafen haben wir die Neuigkeiten aus Brakel und der Welt ausgetauscht.
Auf Grund unseres knappen Zeitplans ging es am nächsten Morgen wieder zurück Richtung Melbourne. Diesmal nicht durch die Berge, sondern die Küstenstraße entlang. Der „Grand Pacific Drive“ führte uns Richtung Batemans Bay. Viele Nationalparks und Aussichtspunkte auf die Küste waren das einzige auf diesem Abschnitt. Als wir in Batemans Bay ankamen, merkten wir schon, hier kann nicht viel los sein. Das vorher rausgesuchte Hostel fuhren wir ohne zu buchen an und nahmen das Zimmer mit zwei Einzelbetten, da es genauso teuer war wie ein Bett im 6er Schlafsaal. Schnell stellten wir fest warum. Das ca. 6m² kleine Einzelzimmer hatte eine Hochbett und einen kleinen Schrank. Ein Gefühl wie im Knast.
Da wir Hunger hatten und uns die Fish and Chips unten am Hafen empfohlen wurden gingen wir dort zu Fuß hin. Handelsübliche Fish and Chips, aber viele komische Menschen in Batemans Bay. So interessant, dass wir uns auf die Bank vorm Supermarkt setzten und die „Bogans“ beobachteten. Ein Unwetter zwang uns dazu noch länger sitzen zu bleiben.
Abends im Hostel gab es noch unsere delikate mitgebrachte Gemüsesuppe und den Rest des Abends verbrachten wir auf unserem Knastzimmer.
Donnerstag morgen und die vorletzte Tour Richtung Melbourne. Als Zwischenstop stand diesmal Lakes Entrance auf dem Plan, doch vorher erstmal tanken und frühstücken. Ein kleiner Ort am Meer bot uns eine Tankstelle mit Supermarkt, wo wir leckeres Toastbrot, Salatdressing und eingeschweißte Wurst kauften. Die Parkbank mit Blick aufs Meer ließ dieses Frühstück besonders gut schmecken…… Nicht!
Auf dem Weg nach Lakes Entrance gab es nicht viel zu sehen, außer einige Bautellen. Als wir endlich ankamen, dachten wir das es doch keine Stadt geben kann in der noch weniger los ist als in Batemans Bay!? Und wieder nur Bogans.
Und ja, auch das Hostel war mit das schlimmste was wir je gesehen haben. Dreckig, durchgelegene Matrazen und komische Menschen halfen uns dazu zu entscheiden, dass wir am nächsten morgen sofort losfahren sobald der erste wach ist. Doch erstmal ans Meer, ein bisschen die Beine vertreten und was essen. Als ständigen Begleiter hat man in Lakes Entrance gefühlte 30 Fliegen die einem auf den Rücken sitzen oder vor dem Gesicht rumfliegen. Nein nicht nur wir, bei den Bogans waren es bestimmt 60.
Nachdem wir mit unserer Tour eigentlich durch waren stellten wir fest, dass es erst 19 Uhr war und wir noch nicht zurück ins Hostel brauchten, da wir so früh nicht schlafen können und nicht mehrere Stunden wach in diesem Zimmer verbringen wollten. Bleibt einem ja nur das geliebte Bier. Also ab in den nächsten Pub, welcher sich als „Spielbude“ entpuppte und wir auch jetzt offiziel Mitglied sind, um ein paar Bier zu trinken. Zeit überbrückt und die gewisse Bettschwere erreicht gingen wir zurück zum Hostel und schliefen zum Glück schnell ein.
Einen natürlichen Wecker gab es gratis morgens um 6, jedoch war es kein Hahn sondern ein nicht zu verstehender Typ, der sich lautstark vor unserem Fenster unterhielt und sich alle zwei Minuten die Rotze hochzog und irgendwo hinspuckte. Ein wenig unheimlich diese Gestalt und deswegen packten wir unsere Sachen und gingen zum Auto als wir hörten das er unter der Dusche steht. Anscheinend wollte er jedoch umbedingt wissen wer dieses wunderschöne Auto fährt, vielleicht hat er auch Frauen erwartet. Jedenfalls stand er auf einmal nur mit einem Handtuch bedeckt in der Tür und stellte uns diverse Fragen die wir bei seiner Aussprache nur halb verstanden haben. Bloß schnell weg hier und ab ins vertraute Melbourne.
Gebucht hatten wir wieder das Hostel in St. Kilda wo wir schon am Anfang waren. Einige bekannte Gesichter waren nach wie vor dort und unser Plan war es, nachdem wir unsere Sachen gewaschen und das Auto aufgeräumt hatten, uns gebührend von Melbourne zu verabschieden. Die ersten 20 Dosenbier gab es im Hostel, die nächsten in verschiedenen Bars in St. Kilda und irgendwann in der Nacht befanden wir uns auf einer Hausparty wo wir keinen Menschen kannten. Das Haus völligst verwüstet und wir mittendrin am feiern.
Wieder einmal ein wunderbarer Abend in Melbourne, welcher Lust auf ein wiederkommen gemacht hat.
Die Nacht war kurz, denn um 10 Uhr war Checkout. Ein bisschen verkatert aber dennoch zu frieden fuhren wir mit unserem Traumauto Richtung Stadt, um es dort wieder abgeben zu können.
Um 17:30 Uhr waren wir mit Darron, den wir in Vietnam kennengelernt hatten, zum Abendessen verabredet und um seine Jungs kennenzulernen.
Kurz gesagt, ja wir haben gegessen, aber aus dem Abend wurde eher ein kleines Besäufnis, da Darron der Meinung war, dass es sich mit ein paar Whiskey und Bier im Flieger besser schlafen lässt. Und er hatte Recht. Gegen 23 Uhr hatte er uns zum Flughafen gebracht und wir waren mit Sicherheit die ersten die geschlafen haben. So schnell verging noch nie ein acht Stunden Flug. Vielen Dank Darron!

 

Route2

Abait? Was genau ist das nochmal?

Drei wunderbare Wochen gehen zu Ende und wir haben jeden Tag genoßen. Anstatt um uns um einen Job zu kümmern, haben wir uns lieber die Zeit mit diversen Ausflügen, ruhigen Tagen auf dem Sofa und australischem Fernsehen oder Fußball spielen im Park vertrieben. Ab und zu sind wir zum Supermarkt gelaufen um uns mit frischen Lebensmitteln zu versorgen und um abends für die Familie etwas kochen zu können. Hin und wieder sind wir mit der Bahn in die Innenstadt gefahren, um verschiedene Sachen wie Haarschnitt oder Auto mieten zu organisieren. Was also heißt, wir werden hier nicht arbeiten. Warum auch!?
Und somit stehen die Pläne komplett neu. Wie schon gesagt, es kommt meistens anders als geplant.
Heute, also Freitag, ist unser letzter Abend bei Jeremy, wo auch noch seine Geburtstagsnachfeier in Form einer Gartenparty mit ca. 100 Leuten ansteht.
In der Hoffnung das der Kater morgen nicht ganz so böse sein wird, dürfen wir unseren Mietwagen um 14 Uhr abholen. Ab dann haben wir eine Woche Zeit, um über die Berge nach Sydney und über die Küstenstraßen zurück nach Melbourne zu kommen. Zwei drei Tage in Sydney sollten zum Sightseeing reichen.
Am Sonntag, den 07.12. fliegen wir dann über Kuala Lumpur nach Siem Reap in Kambodscha. Ja, zurück nach Asien! Warum? Weil wir erstens Kambodscha auf unserer Asientour vergessen haben und wir so zu Weihnachten oder spätestens Silvester per Landweg in Bangkok sein können um dort zu feiern. Ihr erinnert euch wie sehr uns Bangkok beeindruckt hat. Außerdem gibt es einige günstige Flüge von Bangkok nach Südamerika oder in die Karibik. Eine ausgefallene Planänderung, aber wir sind überzeugt das es gut wird.
Nicht ganz nach dem typischen Backpacker-Leben hat uns Melbourne oder Australien dennoch sehr gut gefallen und wir hoffen das wir auf unserer einwöchigen Tour nochmal ein bisschen erleben. Vielleicht gibt es dann auch mal wieder eine längere Geschichte.
Komisch ist jedoch irgendwie das wir Ende November haben und man bei 25-30° Grad so gar nicht in Weihnachtsstimmung kommt. Eigentlich ganz angenehm dieses Jahr nicht von den  Weihnachtssongs im Radio genervt zu werden.

Euch eine wunderbare Adventszeit und lasst euch nicht zu sehr von der Weihnachtshektik streßen. Und jeder der einen Weihnachtsmarkt besucht, trinkt bitte einen Glühwein mit Schuß für uns mit. Vielen Dank und bis demnächst!

Ein schönes Gefühl mal wieder zu frieren

So schnell vergeht die Zeit. Eben noch in Indonesien, heute schon wieder für eine Woche in Australien. Was uns bis jetzt am meisten gefällt ist das angenehme Klima. Zwar hat Melbourne manchmal alle vier Jahreszeiten auf einmal an einem Tag, doch meistens sind es angenehme 20°C mit ein bisschen Wind. Was also heißt, man und vorallem Marius muss nicht mehr so elendig viel schwitzen wie in Asien.
Die Umstellung vom Hotelleben auf ein Hostel ist schon groß, aber wir hatten echt großes Glück mit den Mitbewohnern auf unserem Zimmer. Zwei total verrückte aber wirklich liebenswerte Mädels aus Sydney und London Namens Belinda und Lauren und einen wirklich sympatischen Iren Names Ciaran. Aber nicht nur auf dem Zimmer, sondern auch im Hostel durften wir viele neue Menschen kennenlernen. Unter anderem aus Deutschland, England, Frankreich, Indien und und und. Jeden Abend wurde in der Lobby vom Hostel etwas anderes geboten. Von Livemusik bis Bingo oder BBQ war jeden Abend etwas los und die verrücktesten Kartenspiele zum Trinken haben wir auch kennengelernt. Die „Eskalations-Clique“ darf sich schon mal freuen ;)
Melbourne an sich ist uns seit dem ersten Eindruck wirklich sehr sympathisch. Eine große und lebendige Stadt mit einer wirklich schönen Architektur. Der Strand in St. Kilda, ganz in der Nähe von unserem Hostel, lockt bei gutem Wetter nahezu alle an um zu sehen und gesehen zu werden. Die kleinen Pinguine am Ende des Piers sind ein kleines Highlight.
Um in die Innenstadt zu kommen, muss man mit der Straßenbahn etwa 20 Minuten fahren. Geschäfte, Kaufhäuser, Straßenmusik und Street Art Kunst bekommt man dort geboten. Preislich ist hier eigentlich alles wie in Deutschland, außer Alkohol, Zigaretten und das Essen im Restaurant sind deutlich teuer. Was wiederum bedeutet, dass man sich meistens sein Essen in der Großküche vom Hostel selber zubereiten muss. Meistens überfüllt und nicht immer ganz so sauber, haben wir uns die meiste Zeit endlich mal wieder die in Asien so vermissten Butter- und Nutellabrote geschmiert. Heute nach acht Nächten im Hostel, sind wir bei Jeremy den wir Anfang diesen Jahres in Amsterdam im Hostel kennengelernt haben untergekommen. Die Gastfreundschaft seiner Familie ist so groß, dass wir hier für drei Wochen kostenlos leben dürfen. In der Hoffnung das er uns auch bei der Jobusche erfolgreich weiterhelfen kann, ist der Plan aktuell so, dass wir nach den drei Wochen bei Jeremy, mit Tim aus dem Hostel ein Appartment suchen und dann Anfang Januar die Ostküste bereisen. Eventuell ist irgendwann auch noch Zeit um auf die Fiji Inseln zu kommen. In der Theorie waren wir schon immer gut, aber wahrscheinlich wird eh alles anders kommen als geplant. Wir lassen uns überraschen.

Viele Grüße von der anderen Seite der Welt!